6:2! Mit diesem Ergebnis sind die Engelsdorfer am Mittwochabend ins Stadtpokal-Halbfinale gestürmt. Vor eigenem Publikum überrollte man die Gäste vom Leipziger SC 1901 in der zweiten Hälfte regelrecht , ließ sich auch vom zwischenzeitlichen Ausgleichstreffer nicht beirren.

Trainer Klinger musste neben Koenigs und Schmager kurzfristig auch noch auf Junghanns (Arbeit) sowie Wießner (Krankheit) verzichten. Somit bekam Blaue nach längerer Zeit  mal wieder die Chance sich zu beweisen, Brandwein rückte auf die linke Seite. Nach zwanzigminütiger Abtastphase gingen die Hausherren mit dem ersten gelungenen Spielzug in Führung. Über mehrere Stationen landete der Ball bei A. Jacobi, der blitzschnell auf den startenden Brandenburger durchsteckte. Im Eins-gegen-Eins blieb dieser Sieger gegen LSC-Schlussmann Schützler und schob flach zum 1:0 ein (20.). Die Gäste waren spielerisch absolut auf der Höhe, sorgten mit gelungenen Kombinationen ein ums andere Mal für Gefahr vor  dem Lok-Gehäuse. Zunächst musste Fleischer Kopf und Kragen riskieren um einen Treffer zu verhindern, auch Staude rettete einmal in höchster Not. Ein Angriff über Weichert und Seidel wurde nach dreißig Minuten von Winkler mit dem zweiten Treffer gekrönt. Den mustergültigen Pass nahm er auf und zeigte sich im Abschluss eiskalt (30.).

Zehn Minuten später wurde es dann kurios: Einen Freistoß aus dem Halbfeld konnte Fleischer nicht festhalten, LSC-Akteur Theiss nutze den Abpraller zum vermeintlichen Anschlusstreffer. Da der Ball jedoch durch ein Loch im Netz wieder aus dem Tor zischte, war sich das Schiedsrichtergespann zunächst uneinig: Tor oder kein Tor? Nach minutenlanger Diskussion wurde wohl richtigerweise auf Tor entschieden (40.). Etwas unsortiert, kam es kurz vor dem Pausenpfiff noch dicker für die Klinger-Elf. Nach Ballverlust im Vorwärtsgang schalteten die Gäste zügig um, Angreifer Shobaki ließ Fleischer nach Steilpass keine Abwehrchance (45.). Die LSC-Kicker waren zurück in der Partie, nach dem Pausentee sollte es also von vorn los gehen.

Die Hausherren zeigten sich mit Wiederanpfiff sofort wieder auf der Höhe. Der absolute Wille, ins Halbfinale einziehen zu wollen, war bei allen Akteuren mehr denn je zu sehen. Dies sollte sich umgehend auch im Spielstand widerspiegeln. Einen schnell ausgeführten Freistoß von Weichert leitete Brandwein direkt Richtung Fünfmeterraum weiter. Der aufgerückte Blaue war schneller als sein Gegenspieler, nickte aus Nahdistanz zur erneuten Führung ein und konnte somit seine starke Leistung krönen (49.). Acht Minuten später machte sich Brandwein über die linke Seite auf den Weg, drang in den Strafraum ein und konnte nur per Foulspiel am Abschluss gehindert werden. Der Unparteiische Jäger zeigte vollkommen zurecht auf den Punkt, Lok-Kapitän Weichert nutzte die Möglichkeit zum 4:2 sicher (57.).

Die Engelsdorfer Angriffsmaschinerie lief nun auf Hochtouren, vor allem Brandenburger wurde von seinen Kollegen immer wieder mustergültig in Szene gesetzt. Nach Vorarbeit von A. Jacobi ließ er seinen Gegenspieler ziemlich alt aussehen und erzielte aus Nahdistanz den fünften Treffer (64.). Der Arnold-Elf gelang es im Gegenzug nur noch selten für Entlastung zu sorgen, spätestens am Sechzehner bzw. der aufmerksamen Lok-Defensive um Buegger und Staude war Endstation. Salbert, der dritte im Bunde, schaltete sich fünf Minuten vor Ultimo erfolgreich mit ins Offensivspiel ein. Nach Ballgewinn passte er in den Lauf von Seidel der die Übersicht behielt, quer auf Brandenburger legte und ihm somit dessen dritten Treffer und zugleich den Schlusspunkt der Partie auf dem Silbertablett servierte (85.). Pünktlich pfiff Jäger, der wie das komplette Schiedsrichterkollektiv eine nahezu fehlerlose und souveräne Vorstellung ablieferte, die Partie ab, der Rest war Engelsdorfer Jubel über den verdienten Sieg.

Gegner im Halbfinale ist am kommendem Mittwoch, den 27.04., Stadtligist SV Lindenau 1848. Als einzig verbliebener Kreisklasse-Vertreter haben die Engelsdorfer erneut Heimrecht, ab 18 Uhr kämpfen die Klinger-Schützlinge an der Hans-Weigel-Straße um den Einzug ins Pokalfinale! mw

Engelsdorf: Fleischer - Salbert (88. Jama), Staude, Buegger, Brandwein - Blaue, Weichert (C), Seidel - A. Jacobi - Winkler (75. Kollrich), Brandenburger (88. Thümmler)

Tore: 1:0 Brandenburger (20.), 2:0 Winkler (30.), 2:1 Theiss (40.), 2:2 Shobaki (45.), 3:2 Blaue (49.), 4:2 Weichert (57., FE), 5:2 Brandenburger (64.), 6:2 Brandenburger (85.)

Schiedsrichter: Jan-Hendrik Jäger

Assistenten: René Eggert, Norbert Hannak

Zuschauer: 45

Bilder zum Spiel gibt's HIER !

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