Mit einem überzeugenden 7:0-Heimsieg haben die Klinger-Schützlinge vorerst die Tabellenspitze der 1. Kreisklasse / Staffel 2 übernommen. Gegen den TSV 1886 Markkleeberg war man über die komplette Spielzeit  absoluter Chef im Ring, auch die Gäste erkannten dies nach Schlusspfiff neidlos an.

Mit der ersten klaren Torchance zog die Lok umgehend in Front. Tom Winkler tankte sich im Sechszehner energisch durch und zimmerte den Ball unhaltbar zur Führung ins linke obere Eck (10.). Was kurz darauf Brandwein aus Nahdistanz nicht gelang, erledigte Neumeister in Spielminute 20. Beim Eckball von Winkler war er mit der Fußspitze eher am Ball als sein Bewacher, mit Hilfe des Innenpfostens landete die Kugel im Netz. Von den Markkleeberger war offensiv so gut wie nichts zu sehen, die Lok-Defensive hatte alles im Griff.

Die Heimelf machte ihrerseits weiter Druck, Chancen zu einer deutlicheren Führung wurden zunächst aber reihenweise liegen gelassen. Winkler scheiterte im direkten Duell ebenso wie Kollrich an TSV-Schlussmann Hertel, eine Direktabnahme vom aufgerückten Staude landete über dem Kasten. Speziell über den gut aufgelegten Thümmler auf der rechten Seite wurde die Hintermannschaft der Gäste ein ums andere Mal ausgehebelt. Leider fehlte es im Abschluss (noch) an der nötigen Präzision, so dass mit einer für die Funke-Elf schmeichelhaften 2:0-Führung die Seiten getauscht wurden.

Auch nach dem Wechsel änderte sich nichts, die Engelsdorfer ließen nicht locker und traten weiter auf's Gaspedal. Nachdem Winkler am Pfosten scheiterte, nutzte Brandwein den Abpraller und nagelte ihn per Lattenunterkante humorlos zum dritten Treffer in die Maschen (50.). Zehn Minuten später spielte Weichert einen abgewehrter Ball direkt weiter zu A. Jacobi, der wiederum blitzschnell auf Brandwein durchsteckte. Vom Hüter etwas unsanft gebremst, schnappte sich der aufmerksame Winkler den Ball und schob ihn ins leere Tor (60.) - eine ähnliche Szene führte bereits gegen Taucha zum Torerfolg.

Kurz vor seiner Auswechslung krönte Winkler seine Leistung, legte den Ball mustergültig für A. Jacobi ab, der ihn sehenswert mit dem linken Fuß ins lange Eck schlenzte (72.). Sieben Minuten später schnürte auch der zweite Lok-Angreifer seinen Doppelpack, nach Vorarbeit von Weichert ließ er Hertel zum sechsten Mal den Ball aus dem Netz holen. Eine Kombination über Weichert und Brandwein schien den siebten Streich zu bedeuten, der durchgelaufene Salbert setzte die Kugel aus Nahdistanz allerdings drüber. So war es dem Kapitän vorbehalten, für den Schlusspunkt zu sorgen. Eine Hereingabe von A. Jacobi drückte er in im Fallen zum 7:0 über die Linie (85.), wenig später pfiff der souveräne Schiedsrichter René Scholz die Partie ab.

Mit dem fünften Meisterschaftssieg in Folge, konnten die Klinger-Mannen speziell an die beiden letzten starken Spiele gegen Taucha sowie in Thekla anknüpfen und so vorläufig die Tabellenspitze übernehmen.

Die nächste Aufgabe wartet am kommenden Samstag in Connewitz. Ab 15 Uhr ist man bei der zweiten Vertretung von Roter Stern Leipzig zu Gast. mw

Engelsdorf: Fleischer - Thümmler, Staude, Salbert, Buegger - Brandwein, Weichert (C), Neumeister, Kollrich (70. Blaue) - Winkler (75. Jama), A. Jacobi

Tore: 1:0 Winkler (10.), 2:0 Neumeister (20.), 3:0 Brandwein (50.), 4:0 Winkler (60.), 5:0 A. Jacobi (72.), 6:0 A. Jacobi (79.), 7:0 Weichert (85.)

Schiedsrichter: René Scholz

Zuschauer: 75

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