Die Spitzenpartie des 5. Spieltags fand am vergangenen Sonntag in Thekla statt. Der Tabellenvierte empfing den Zweitplatzierten aus Engelsdorf, beide Teams gingen punktgleich in die Begegnung.

Die Lok-Elf hatte zunächst Mühe, Ruhe und Ordnung ins Spiel zu bringen. Hektik und Ungenauigkeiten prägten die Anfangsminuten, die erste Chance zur Führung hatte mit Brandwein trotzdem ein Engelsdorfer. Einen ruhenden Ball von Weichert köpfte er an die Lattenunterkante, im Nachschuss konnte ein Theklaer Abwehrbein noch soeben den Einschlag verhindern. Wenige Minuten später war es der Engelsdorfer Kapitän selbst, der mit einem Distanzschuss ebenfalls am Aluminium scheiterte.

In der 15. Minute war es dann endlich soweit. Nach Vorarbeit von Brandwein setzte sich A. Jacobi energisch gegen seinen Bewacher durch und nagelte den Ball unhaltbar - und diesmal mit Hilfe der Unterlatte - zur Führung ins Netz. Kurz darauf musste Debütant Prothmann mit einer Muskelverletzung vom Feld, für ihn kam Blaue ins rechte Mittelfeld. Dieser hatte wenige Minuten später das 2:0 auf dem Schlappen, scheiterte jedoch aus Nahdistanz am SVT-Schlussmann.

Trotz spielerischer Überlegenheit musste die Klinger-Elf stets auf der Hut vor Kontern der Heimelf sein. Besonders Seidel und Herrmann sorgten für einigen Wirbel, konnten jedoch meist mit vereinten Kräften gebremst werden.  Ein Freistoß von Weichert sowie ein Versuch von Kollrich waren die letzten beiden gefährlichen Aktionen vor der Pause, beide Male zeigte sich erneut Arndt im Theklaer Gehäuse auf dem Posten.

Nach 15-minütigem Dauerregen wurden die Seiten getauscht, auf dem rutschigen Geläuf versuchte die Heimelf sofort Druck aufzubauen. Nach Ballverlust im Mittelfeld konnte Seidel nicht am Torschuss gehindert werden, per Aufsetzer ließ er Schulz im Engelsdorfer Kasten aus rund 20 Metern kaum eine Abwehrchance (51.). Die Jagel-Mannen witterten nun Morgenluft. Herrmann erzielte wenige Minuten nach dem 1:1 den vermeintlichen Führungstreffer, dieser wurde jedoch vollkommen zu recht aufgrund einer Abseitsstellung nicht anerkannt. Ein weiteres Mal musste Schulz gegen Herrmann seine Klasse unter Beweis stellen, dies war allerdings auch das letzte Mal, dass die Heimelf gefährlich vor dem Lok-Kasten auftauchte.

Die letzte halbe Stunde war praktisch nur noch ein Spiel auf ein Tor - nämlich das der Theklaer. Geduldig wurden Möglichkeiten heraus kombiniert, allein im Abschluss fehlten mehrmals die berühmten Zentimeter. Erneut versuchte es Weichert aus der Distanz. Einmal zischte der Ball knapp über den Querbalken, ein anderes Mal konnte Kollrich den Abpraller nicht an Arndt vorbei bringen. Nach tollem Solo von A. Jacobi rettete wiederum der Pfosten für die Heimelf, nach Eingabe von Blaue wurde er im letzten Moment gestoppt.

Obwohl die Zeit langsam knapp wurde, verloren die Engelsdorfer nicht die Geduld, spielten ihre konditionellen Vorteile clever aus und wurden kurz vor Ende dafür belohnt. Eine gut getimte Seidel-Flanke von rechts erreichte den durchlaufenden Brandwein am Fünfmeterraum. In gewohnt unkonventioneller Art, drückte "Paule" die Kugel zum umjubelten und hochverdienten Führungstreffer in die Maschen (89.). Mit reichlich Schaum vor'm Mund, warfen die Theklaer natürlich nochmal alles nach vorn, wurden so in der Nachspielzeit mustergültig ausgekontert. Weichert schickte Kollrich über links auf die Reise, dieser legte quer zu Jama und der Engelsdorfer Torjäger setzte mit seinem 5. Saisontreffer den Deckel auf die Partie.

Kurz darauf war Feierabend und der nächste Dreier für das Klinger-Team in Sack und Tüten. Die Theklaer erwiesen sich als erwartet schwerer Brocken, dessen Widerstand mit Geduld, toller Moral sowie mannschaftlicher Geschlossenheit schlussendlich gebrochen werden konnte.

Nächster Gegner ist am kommenden Sonntag die Mannschaft vom TSV 1886 Markkleeberg. Anstoß an der Hans-Weigel-Straße ist wie gewohnt 14 Uhr. mw

Engelsdorf: Schulz - Seidel, Staude, Salbert, Buegger - Prothmann (20. Blaue), Weichert (C), Brandwein, Kollrich - Jama, A. Jacobi

Tore: 0:1 A. Jacobi (15.), 1:1 Seidel (51.), 1:2 Brandwein (89.), 1:3 Jama (90.)

Schiedsrichter: Roland Fiedler

Zuschauer: 45

 

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