Auch im fünften Heimspiel der Saison hielten sich die Engelsdorfer schadlos, gewannen gegen die Gäste auch Schleußig mit 4:2. Trotz der deutlichen Führung zur Halbzeit, war besonders die zweite Hälfte eher durchwachsen.

Kurz nach Anpfiff gab es bereits die erste Möglichkeit zur frühen Führung. Einen Freistoß von Weichert beförderte Brandwein aus Nahdistanz an den Querbalken, wenige Minuten später zielte er genauer. Nach Pass von Buegger setzte sich Kollrich über links durch, passte quer zu Brandwein, der einen Schritt schneller als sein Bewacher war (7.).  Die Heimelf tat sich gegen munter aufspielende Gäste in der Folgezeit schwer, Fleischer musste zweimal sein ganzes Können aufbieten, um den Ausgleichstreffer zu verhindern.

Mitte der ersten Hälfte wurde Kollrich beim Schussversuch im Strafraum von den Beinen geholt, SVS-Keeper Sandmann tauchte ab und blieb vom Punkt Sieger gegen den Engelsdorfer Kapitän.  Bis zum zweiten Treffer dauerte es so bis zur 36. Minute. Ein weiter Abschlag von Fleischer landete bei Kollrich, der sich von der Strafraumgrenze ein Herz nahm und den Ball über Sandmann hinweg sehenswert versenkte. Nur drei Minuten später war es Brandenburger, der nach Brandwein-Ablage per Linksschuss das 3:0 und damit seinen ersten Saisontreffer markierte. Den Schlusspunkt der ersten Hälfte setzte wiederum Brandwein. Nach Vorarbeit von Weichert netzte er überlegt ins lange Eck zum Pausenstand ein (45.).

Nach dem Seitentausch wurde das Spiel der Klinger-Elf zusehends schlechter, im Vorwärtsgang gelang nur noch selten Gefährliches.  Jama, für Brandeburger in die Partie gekommen, hatte die erste von wenigen Möglichkeiten zum Ausbau der Führung. Die Schleußiger rissen zwar ebenfalls keine Bäume aus, durch energische Zweikampfführung setzten sie die Heimelf jedoch phasenweise ziemlich unter Druck. Nachdem ein Gästestürmer, vorher im Abseits stehend, von Fleischer gefoult wurde, zeigte Schiedsrichter Hohlfeld auf den Punkt. Robbert lief an und drosch den Ball zum nicht unverdienten Anschlusstreffer in die Tormitte (69.).

Auf der Gegenseite scheiterte zunächst der agile Kollrich am Aluminium, Jamas Pass zum freistehenden A. Jacobi konnte am Fünfmeterraum kurz vor dem Einschlag noch entschärft werden. Mit den eingewechselten Haller und Wiesner feierten zwei Debütanten Mitte der zweiten Hälfte ihren Einstand im Lok-Dress. Beide trainieren bereit seit einigen Wochen regelmäßig mit dem Team - Haller studiert in Leipzig, Wiesner war früher bereits in Engelsdorf am Ball und danach längere Zeit beim 1. FC Lokomotive Leipzig aktiv. Unbeeindruckt vom Rückstand spielten die Gäste ihren schnörkellosen Stiefel weiter und kamen so vier Minuten vor dem Ende gar zum zweiten Treffer. Furka spazierte durch die Engelsdorfer Hintermannschaft und ließ Fleischer mit einem tollen Schlenzer keine Abwehrchance (86.). Mit der letzten Aktion handelte sich Gästeakteur Robbert noch völlig unnötig einen Platzverweis ein. Beim Nachtreten gegen A. Jacobi blieb dem Unparteiischen keine andere Wahl, als glatt Rot zu zeigen (90.).

Ein etwas unrühmliches Ende eines Spiels, in dem es die Gäste den Engelsdorfern ziemlich schwer machten, auch wenn diese bis auf wenige Ausnahmen eine maximal durchwachsene Leistung ablieferten. Am Ende standen drei wichtige Punkte, Zeit sich auf die nächste Partie vorzubereiten bleibt diesmal etwas länger. Am nächsten Wochenende ist die Lok spielfrei, da die Partie gegen Rückzieher SSV Stötteritz II bekanntermaßen ausfällt. Nächster Gegner ist am 15.11. die Truppe vom LSV Störmthal. mw

Engelsdorf: Fleischer - Thümmler (70. Wiesner), Staude, Salbert, Seidel (Haller 59.) - Brandwein, Weichert (C), Buegger, Kollrich - A. Jacobi, Brandenburger (46. Jama)

Tore: 1:0 Brandwein (7.), 2:0 Kollrich (36.), 3:0 Brandenburger (39.), 4:0 Brandwein (45.), 4:1 Robbert (FE, 69.), 4:2 Furka (86.)

Schiedsrichter: Daniel Hohlfeld

Zuschauer: 50

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