Mit einem 4:1-Heimsieg sind die Klinger-Mannen ins Viertelfinale des Leipziger Stadtpokals eingezogen. Gegen den zwei Ligen höher spielenden Stadtligisten SG Olympia 1896 Leipzig überzeugte die Heimelf spielerisch sowie kämpferisch und behielt somit auch in dieser Höhe verdient die Oberhand. Trainer Klinger musste auf sage und schreibe 13 Akteure wegen Verletzung, Krankheit oder Urlaub verzichten, die Truppe pfiff personell sprichwörtlich aus dem letzten Loch. In der Innenverteidigung sprang Altherren-Spieler Thomas Dietz von Beginn an in die Presche, zeigte mit all seiner Routine eine über die komplette Spielzeit höchst souveräne Vorstellung.

 

Mit der ersten nennenswerten Aktion ging die Heimelf früh in Führung. Eine Co-Produktion des an diesem Tag erstmals zusammen agierenden Sturmduos Brandenburger/Prothmann schloss letzterer überlegt allein vor dem Hüter der Gäste ab (7.). Sechs Minuten später erhöhte Weichert nach Foul an A. Jacobi per direktem Freistoß von halblinker Position bereits auf 2:0 (13.). Die Lok-Kicker hatten Spiel und Gegner im Griff, besaßen durch Seidel Mitte der ersten Hälfte gar die große Möglichkeit zum dritten Treffer. Nach Vorarbeit des bärenstarken A. Jacobi auf der etwas ungewohnten linken Mittelfeld-Position, verzog er aus ca. elf Metern nur knapp. 

Die Gäste versuchten etwas mehr Struktur in ihr Spiel zu bringen, an der gut organisierten Engelsdorfer Elf bissen sie sich jedoch nahezu über die komplette Spielzeit die Zähne aus. Ein Distanzschuss, der die Lattenoberkante touchierte, bildete da die Ausnahme. Neben Dietz, lieferten auch Salbert, Brandwein, Haller und der junge Thümmler vor allem defensiv ansprechende Leistungen ab. Kurz vor dem Pausenpfiff kamen die Gäste dann zum etwas überraschenden Anschlusstreffer. Einen zu kurz abgewehrten Ball beförderte Neugebauer aus rund 17 Metern zum Pausenstand ins lange Eck (44.).

 

Nach dem Wechsel und der Marschroute, im zweiten Durchgang nicht nachzulassen, machten die Engelsdorfer sofort druckvoll weiter. Zweimal lag nach Abschluss von Brandenburger der Ball bereits im Kasten - einmal war die Fahne oben, das andere Mal wurde auf Foulspiel an SG-Kepper Bischof entschieden. Durchaus nachvollziehbare Entscheidungen des durchweg überzeugenden Schiedsrichtergespanns unter Leitung von René Eggert. Brandenburger köpfte einen schnell ausgeführten Freistoß von Weichert haarscharf am Gästetor vorbei, auch Prothmann scheiterte mit einem Versuch in aussichtsreicher Position zunächst noch.

Der dritte Heimtreffer ließ jedoch nicht allzu lange auf sich warten. Diesmal legte sich Lok-Kapitän Weichert die Kugel nach Foulspiel auf der halbrechten Seite zu recht, zirkelte ihn am erneut chancenlosen Bischof vorbei zur Vorentscheidung ins Netz (62.). Vier Minuten später war der Widerstand der Martin-Elf dann endgültig gebrochen. Einen zu kurz geratenen Rückpass zum Keeper nutze Brandenburger diesmal regelkonform zum 4:1 (66.).

Weitere gute Möglichkeiten wurden etwas fahrlässig liegen gelassen, mit mehr Zielstrebigkeit wäre sogar ein noch deutlicherer Sieg drin gewesen. Der erneut souveräne Fleischer im Lok-Tor hatte in den zweiten 45 Minuten so gut wie nichts zu tun, zu ungefährlich agierten die “Olympioniken“ in dieser Begegnung. Den Schlusspunkt hätte Weichert in der letzten Minute setzen können, sein Linksschuss von der Strafraumgrenze verfehlte das Ziel jedoch, kurz darauf ertönte dann auch der Schlusspfiff.

 

Trotz großer personeller Probleme, zogen die Klinger-Schützlinge mit toller und disziplinierter Mannschaftsleistung verdient eine Runde weiter. Der Gegner im Viertelfinale, welches am 17. April stattfindet, wird in der Partie Roter Stern Leipzig II gegen den Leipziger SC 1901 ermittelt. Bis dahin gilt es weiter fleißig in der Meisterschaft zu punkten, am Samstag reist der Lok-Tross an die Markkleeberger Möncherei zum TSV 1886. mw

 

Engelsdorf: Fleischer - Thümmler, Dietz, Brandwein, Salbert - Seidel, Haller, A. Jacobi - Weichert (C) - Prothmann (75. Jama), Brandenburger

 

Tore: 1:0 Prothmann (7.), 2:0 Weichert (13.), 2:1 Neugebauer (44.), 3:1 Weichert (62.), 4:1 Brandenburger (66.)

 

Schiedsrichter: René Eggert

Assistenten: Norbert Hannak, Roberto Kott

 

Zuschauer: 37

 

Bilder zur Partie gibt's HIER !

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