Mit einem 4:0-Auswärtserfolg kehrten die Engelsdorfer vom Derby beim SV Fortuna Leipzig zurück, konnten mit diesem Sieg den fünften in Folge feiern und gleichzeitig die Tabellenführung der Stadtklasse Leipzig übernehmen.

So deutlich das Ergebnis letztendlich ausfiel -  es war ein hartes Stück Arbeit für die Klinger-Elf, die sich in Halbzeit eins mehr als schwer tat und es dem Gegner durch eine zunächst schwache Vorstellung ziemlich leicht machte, Schaden vom eigenen Tor fern zu halten. Viele Stockfehler und Unaufmerksamkeiten ließen in den ersten 45 Minuten nie richtigen Spielfluss beim Gast aufkommen. Die Heimelf versuchte die Partie mit großem Einsatz offen zu gestalten, was ihnen anfangs auch ganz gut gelang. Die besseren Gelegenheiten hatten allerdings trotzdem die Engelsdorfer, doch weder Brandwein nach Weichert-Eckball noch Brandenburger nach Ballstafette über Koenigs und A. Jacobi brachten die Kugel im Kasten unter.

Gefahr fürs eigene Tor kam nur selten auf. Einzig Schmidt sorgte mit einem Versuch von der Strafraumgrenze für eine nennenswerte Fortuna-Szene, die Schulz jedoch problemlos entschärfen konnte. So ungefährlich die Heimelf nach vorn agierte, umso besser verstand sie es, das sonst so gefährliche Kombinationsspiel der Lok-Elf zu unterbinden. Es fehlte an Bewegung und Tempo, den Pässen in die Tiefe die Genauigkeit. So blieben ein Freistoß von Weichert, den Fortuna-Keeper Uhse noch über den Querbalken lenken konnte, sowie ein Distanzschuss von Seidel die letzten Möglichkeiten bis zum Pausenpfiff.

Trainer Klinger richtete in der Kabine deutliche Worte an sein Team, welche eine klare Leistungssteigerung im zweiten Durchgang nach sich zogen. Allerdings begann diese zunächst sehr unglücklich für die Gäste. Der gerade eingewechselte Dan Malcoci verdrehte sich bei seiner ersten Aktion das Knie, musste unter großen Schmerzen wieder raus und umgehend ins Krankenhaus gebracht werden. Bleibt nur zu hoffen, dass nach Sebastian Schmager nicht auch noch der zweite Akteur eine längere Zwangspause auferlegt bekommt. An dieser Stelle nochmals vielen Dank an Fortuna-Spieler Thomas Steinborn, der - da selbst Physiotherapeut - sofort zur Stelle war und Dan im Rahmen seiner Möglichkeiten erstversorgte.

Nach minutenlanger Unterbrechung fanden die Lok-Mannen schneller zurück ins Spiel. Zunächst verzog Seidel allein vor Uhse noch knapp, wenig später gab es den lang ersehnten Führungstreffer zu bejubeln. Einen weit gezogenen Freistoß von P. Jacobi Höhe der Mittellinie fand im Strafraum den Kopf von Reiche, der den Ball ins Zentrum beförderte. Dort stand Brandenburger goldrichtig und versenkte per Direktabnahme zum 0:1 (54.). Als gut zehn Minuten später Fortuna-Angreifer P. Richter nach Schiedsrichterbeleidigung vorzeitig zum Duschen geschickt wurde und A. Jacobi nach tollem Solo das 0:2 besorgte (70.), bog die Partie vollends in Engelsdorfer Richtung ab. Der starke Koenigs krönte seine Vorstellung mit zwei blitzsauberen Assists auf Karwatzky (73.), der nur noch einschieben musste, sowie Weichert, der zum vierten Treffer für sein Team einnickte (83.). Da die letzte Möglichkeit durch A. Jacobi nach Flanke von Seidel neben dem Gehäuse landete, blieb es schließlich beim am Ende auch in dieser Höhe verdienten Sieg der Klinger-Schützlinge.

Dank einer deutlichen Steigerung nach der Pause - was auf Grund der dürftigen ersten Hälfte zugegebenermaßen auch nicht sonderlich schwer war - bleiben die Engelsdorfer weiterhin ohne Punktverlust und empfangen Stadtliga-Absteiger SG Olympia 1896 Leipzig am kommenden Samstag als Spitzenreiter an der Hans-Weigel-Straße. mw

Engelsdorf: Schulz - Apreck, P. Jacobi, Reiche - Brandwein, Karwatzky (46. Malcoci, 49. Karwatzky), Koenigs, Seidel (80. Thümmler) - Weichert (C), A. Jacobi - Brandenburger (86. Jama)

Tore: 0:1 Brandenburger (54.), 0:2 A. Jacobi (70.), 0:3 Karwatzky (73.), 0:4 Weichert (83.)

Schiedsrichter: Stefan Gräfe

Assistenten: Rolf Klesse, Hartmut Luppa

Zuschauer: 50

Bilder zum Spiel gibt's HIER!

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