Vaterfreuden in Engelsdorf - Lok-Elf jubelt über Heimsieg und reichlich Nachwuchs

Nach dem 3:2-Auftaktsieg gegen Eintracht Süd, konnten die Lok-Kicker eine Woche später beim ersten Heimspiel der Saison erfolgreich nachlegen. Gegen die Gäste vom SV Lipsia 93 Eutritzsch II mussten sich die Hausherren allerdings mächtig strecken, um die drei Punkte an der Hans-Weigel-Straße zu behalten. Nach einer mäßigen ersten Hälfte hieß es am Ende 3:1 für die Engelsdorfer, die sich den Sieg auf Grund einer deutlichen Steigerung nach der Pause doch noch verdienten.

Ohne die verletzten Christoph Kittel, Tommy Reiche und Sven Brandwein sowie den privat verhinderten Sascha Seidel, hatten sich die Rot-Schwarzen zur Heimpremiere einiges vorgenommen. Bei Sven „Paule” Brandwein stand neben seiner Verletzung zwar ebenfalls eine private Feierlichkeit im Trainerbuch, allerdings gab es einen Tag zuvor bereits reichlich Grund zur Freude. Am frühen Freitagmorgen erblickte die kleine Nina das Licht der Welt. Mama Jenny und der Kleinen geht es bestens, der Papa ist selbstverständlich stolz wie Bolle. Auch auf diesem Wege nochmal herzlichen Glückwunsch und alles Gute der kleinen Familie! Und da wir gerade beim Thema sind: Auch bei Co-Trainer Daniel Mißlitz, Kapitän Marco Weichert sowie Angreifer Alex Jacobi ist Nachwuchs unterwegs. Planmäßig im Dezember, Januar bzw. März dürfen sich die drei gemeinsam mit ihren besseren Hälften Fany, Christiane und Inken über Familienzuwachs freuen!

Mit Axel Möchen und Niels Apreck für Sascha Seidel und Benedict Buegger in der Startelf, zeigten die Lok-Kicker auch auf dem grünen Rasen sofort wieder ihre Treffsicherheit. Den Gegner von Beginn an unter Druck setzen und nach Möglichkeit ein frühes Tor erzielen, so der Plan des Aufsteigers. Dieses Vorhaben konnte - wie bereits gegen ELS eine Woche vorher - erfolgreich in die Tat umgesetzt werden. Nach einer Weichert-Ecke landete der Ball über Umwege bei Brandenburger, der ihn clever per Kopf zu Alex Jacobi weiterleitete. Der werdende Papa pflückte die Kugel herunter und vollendete in typischer Manier zum frühen 1:0 für die Gastgeber (10.).

Trotz des Führungstreffers taten sich die Engelsdorfer in der Folgezeit ziemlich schwer. Zwar wurde Gordon Koenigs über rechts noch zwei Mal aussichtsreich auf die Reise geschickt, der finale Pass fand jedoch beide Male keinen Abnehmer. Viele Ungenauigkeiten und Ballverluste sowie fehlende Ordnung ermöglichten es den Gästen, Stück für Stück besser in die Partie zu finden. Kontinuierlich versuchte Lipsia-Kapitän Gundlach Sturmspitze Teichert mit langen Bällen zu füttern, immer wieder brachte dieses relativ einfache Stilmittel die Engelsdorfer in die Bredoullie. So war es auch nicht verwunderlich, dass eben jener Teichert die Gäste per feinem Schlenzer ins lange Eck mit dem verdienten Ausgleichstreffer belohnte (20.). Die Lok-Mannen antworten allerdings umgehend: Nach feinem Pass von Patrick Jacobi machte es Gordon Koenigs diesmal besser, bediente Brandenburger im Sturmzentrum, der staubtrocken zum erneuten Führungstreffer einlochte (24.).

Doch auch der zweite Treffer brachte keine Ruhe ins Lok-Spiel. Lipsia blieb zunächst das bessere Team, auch wenn die Truppe wahrlich keine Bäume ausriss. Mit geradlinigem Spiel wurde es immer wieder brenzlig vor dem Gehäuse, ihrem Torhüter Benjamin Fleischer hatten sie es die Engelsdorfer zu verdanken, dass die kostbare Führung bis zum Pausenpfiff Bestand hatte.

Nach einer deutlichen Ansprache ihres Trainergespanns, kamen die Lok-Kicker griffiger aus der Kabine und fanden fortan die richtige Mischung gegen die forschen Gäste. Der Aufsteiger bekam die Partie besser in den Griff, auch wenn klare Chancen zunächst Mangelware blieben. Die größte Möglichkeit besaß noch Alex Jacobi, der nach unwiderstehlichem Sololauf im Abschluss allerdings verzog. Im Defensivverbund agierte man nun jedoch deutlich kompakter. Das Zentrum um John und Apreck sowie vor allem die von Patrick Jacobi organisierte Hintermannschaft um Salbert und den zweikampfstarken Kaden waren nun voll da. Die Lok-Elf gestattete den Eutritzschern, ausgenommen  eines Missverständnisses zwischen Koenigs und Fleischer, keine klare Möglichkeit mehr.

Zwanzig Minuten vor dem Ende erspielten sich die Hausherren per toller Kombination dann auch die Entscheidung in dieser Partie. Einen zunächst abgewehrten Ball eroberte Koenigs umgehend zurück und steckte ihn im richtigen Moment zu Brandenburger durch. Dieser bediente wiederum den besser postierten Weichert, ohne große Probleme versenkte mit dem Kapitän auch der zweite "Daddy" in spe die Kugel zum 3:1 im Netz (70.). Damit war der Käse quasi gegessen, die Franz-Elf hatte in den letzten Minuten nichts mehr zuzusetzen. Bei einer Eingabe von Kollrich wurde Brandenburger kurz vor Schluss am Einschuss gehindert, der fällige Elfmeterpfiff des ansonsten solide leitenden Schiedsrichters Oliver Metz blieb allerdings aus. Ein weiterer Lok-Treffer wäre zugegebenermaßen an diesem Tag sicher auch zu viel des Guten gewesen, der Endstand von 3:1 gegen eine unbequeme Lipsia-Elf ging schlussendlich definitiv in Ordnung.

Mit sechs Punkten aus zwei Spielen sind die Klinger/Mißlitz-Mannen ordentlich aus den Startlöchern gekommen und haben gemeinsam mit dem aktuellen Tabellenführer SG LVB alle Zähler einsammeln können. Die nächste Gelegenheit zu Punkten gibt es am kommenden Sonntag, wenn ab 15 Uhr der SV Lindenau 1848 auf dem Charlottenhof wartet! mw

Engelsdorf: Fleischer - Möchen (28. Kollrich, 76. Karwatzky), P. Jacobi, Salbert - Koenigs, Apreck, John, Kaden - Weichert (C) - A. Jacobi, Brandenburger (87. Lengner)

Tore: 1:0 A. Jacobi (10.), 1:1 Teichert (20.), 2:1 Brandenburger (24.), 3:1 Weichert (70.)

Schiedsrichter: Oliver Metz

Assistenten: Florian Stracke, Tom Weigang

Zuschauer: 45

Bilder zur Partie gibt's HIER!

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