Mit einem mehr als deutlichen 8:1-Auswärtssieg beim FC Eintracht Holzhausen haben die Engelsdorfer am vergangenen Sonntag ihren zweithöchsten Saisonerfolg eingefahren. Gegen größtenteils überforderte Gastgeber lief die Offensivmaschine des Meisters auf Hochtouren, bei konsequenterer Chancenverwertung hätte es noch deutlich böser für die Rauchfuß-Mannen enden können.

Die Lok-Elf legte los wie die Feuerwehr. Nach einem Lattentreffer von Brandenburger in Minute eins, gab es eine Minute später bereits den Führungstreffer zu bejubeln. Nach Zuspiel von Alex Jacobi machte sich Karwatzky auf den Weg zur Grundlinie. Mit viel Übersicht legte er zurück auf Weichert, der per Linksschuss ins lange Eck vollendete (2.). Wiederum nur zwei Minuten später war es P. Jacobi, der einen Weichert-Freistoß zum 2:0 im Tor versenkte (4.). Ehe das Spiel so richtig los ging, war es praktisch schon entschieden, zu dominant traten die Engelsdorfer auf. Und sie machten gnadenlos weiter im Text. Nach Eingabe von Alex Jacobi verlängerte Brandenburger auf Weichert, der die Kugel im Zentrum annahm und unhaltbar im Angel platzierte (17.). Fünf Minuten später war es Seidel, der nach Pass von Alex Jacobi seinen Gegenspieler „auf die Bretter” schickte und humorlos ins lange Eck traf (22.). Reiche scheiterte per Kopf ebenso knapp wie Koenigs und Kollrich aus spitzem Winkel bzw. dem Strafraumeck.

Die Heimelf war bemüht, das Geschehen auf dem (katastrophalen) Rasen endlich weiter vom eigenen Tor fernzuhalten. Dies gelang nur bedingt, Holzhausener Offensivaktionen gab es so gut wie gar nicht zu sehen. Einmal musste Fleischer eingreifen, Weichert war in höchster Not vor FC-Kapitän R. Apel zur Stelle. Ansonsten hatten P. Jacobi, Reiche und Ex-Eintrachtler Salbert alles im Griff. Kurz vorm Pausenpfiff klingelte es dann nochmal im Kasten der Gastgeber. Ein Missverständnis spielte dabei Brandenburger in die Karten. Einen quer gespielten Fehlpass nahm er auf, ohne große Mühe konnte er zum 0:5-Halbzeitstand vollstrecken (44.).

Nach dem Wechsel ließen es die Engelsdorfer etwas ruhiger angehen. In Sachen Spielkontrolle und Ballbesitz änderte sich jedoch nichts, das Bällchen lief trotz der widrigen Umstände weiterhin sehr sehenswert durch die eigenen Reihen. Diesmal dauerte es allerdings etwas länger mit einem Treffer. Brandenburger plückte eine Alex Jacobi-Eingabe herunter und ließ dem bemitleidenswerten Erhard erneut keine Abwehrchance (60.).  Kurz darauf kamen auch die Gastgeber mal gefährlich vor den Kasten von Fleischer, konnten diese Situation nach einer Unachtsamkeit der Lok-Mannen durch Richter zur Ergebniskosmetik nutzen (65.). Nach Zuspiel von Seidel war der eingewechselte Jama wenig später allein auf weiter Flur, er umkurvte Erhard und stellte somit den alten Abstand umgehend wieder her (71.). Doch damit nicht genug. Nach Zusammenspiel mit Koenigs, tankte sich P. Jacobi energisch über rechts bis auf die Grundlinie durch. Seine Eingabe fand Weichert, dessen Direktabnahme von der Latte direkt vor den Füßen von Seidel landete, der wiederum mit links zum Endstand abstauben konnte (77.).

Weitere gute Möglichkeiten zum neunten Treffer (und damit 100. Engelsdorfer Saisontor) blieben letztlich ungenutzt, so dass sich nächste Woche im Heimspiel gegen den SSV Markranstädt III alle erneut um den Jubiläumstreffer neu bewerben dürfen. mw

Engelsdorf: Fleischer - Salbert, P. Jacobi, Reiche - Koenigs, Seidel, Karwatzky (63. Jama), Kollrich (82. Sichardt) - Weichert (C) - A. Jacobi, Brandenburger (63. Thümmler)

Tore: 0:1 Weichert (2.), 0:2 P. Jacobi (4.), 0:3 Weichert (17.), 0:4 Seidel (22.), 0:5 Brandenburger (44.), 0:6 Brandenburger (60.), 1:6 Richter (65.), 1:7 Jama (71.), 1:8 Seidel (77.)

Schiedsrichter: Oliver Metz

Assistenten: Roberto Kott, Kai Wang

Zuschauer: 45

Bilder zum Spiel gibt's HIER!

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