Im vorletzten Auswärtsspiel der Saison konnten die Klinger-Mannen einen ungefährdeten 7:2-Auswärtssieg in Störmthal einfahren. Bei schwülen Temperaturen ging der Erfolg gegen sich tapfer wehrende Hausherren absolut in Ordnung. Somit haben die Engelsdorfer die Chance, im Heimspiel am kommenden Sonntag gegen den nun feststehenden Mitaufsteiger SG Rotation 1950 Leipzig II, den Meistertitel auf eigenem Platz perfekt zu machen.

Die Partie auf dem gepflegten Rasen in Störmthal begann erwartungsgemäß mit viel Ballbesitz für die Gäste. Geduldig wurden die Lücken im Defensivverbund der Heimelf gesucht, nach einer guten Viertelstunde fiel dann auch folgerichtig der Führungstreffer. Nach Pass von Junghanns auf Brandenburger leitete dieser weiter zu Weichert, der per trockenem Linksschuss das Netz zum erstem Mal zappeln ließ (16.). Kurz darauf landete ein Freistoß vom Torschützen am Querbalken, Brandwein konnte den zurück springenden Ball per Kopf leider nicht im Tor unterbringen. Die Kansy-Mannen mühten sich hin und wieder, selbst offensiv gefährlich zu werden. In der von P. Jacobi gewohnt souverän organisierten Hintermannschaft um die zweikampfstarken Junghanns und Salbert gab es jedoch in Halbzeit eins kein Durchkommen. Von Seidel und Koenigs angekurbelt, waren die Engelsdorfer Angriffsaktionen oftmals noch zu ungenau, beim letzten Pass fehlte meist die Präzision. Ein Doppelschlag von Weichert kurz vor dem Wechsel brachte dann allerdings doch noch eine beruhigende Pausenführung mit sich. Zunächst konnte Steffen im LSV-Tor einen Distanzschuss von A. Jacobi nicht festhalten, Weichert setzte nach und staubte ab (43.). Eine Minute später war es Brandwein, der nach schönem Pass von Koenigs mustergültig zum dritten Treffer des Lok-Kapitäns auflegte (44.).

Mit der ersten Aktion nach dem Wechsel gelang den Hausherren etwas überraschend der Anschlusstreffer. Einen Freistoß von Gottschalk versenkte Sprotte der Kopf zum 1:3 (47.). Nach Pass von A. Jacobi auf Weichert scheiterte dieser an Steffen, Wießner war zur Stelle und lochte den Nachschuss humorlos zum 4:1 ein (51.). Nach erneutem Zuspiel vom agilen A. Jacobi war diesmal Brandenburger auf und davon, umkurvte den Schlussmann und erzielte den fünften Lok-Treffer (56.).  Wiederum nur zwei Minuten im Anschluss verkürzten die Störmthaler erneut, wieder war Sprotte - diesmal nach Flanke von links - per Kopf zur Stelle (58.).  Das Tempo der Partie nahm - den Temperaturen geschuldet - nun sichtlich ab. Die Klinger-Elf kontrollierte die Partie, ließ es nun allerdings deutlich ruhiger angehen. Das Warten bis zum nächsten Treffer lohnte sich jedoch durchaus, es war der schönste der Partie. Eine herrliche Kombination über A. Jacobi, Weichert, Seidel und schließlich Brandenburger musste letztgenannter nur noch ins leere Tor vollenden (71.). Sieben Minuten später war er nochmals zur Stelle, nach Zuspiel von Koenigs erzielte er per Linksschuss ebenfalls seinen dritten Treffer an diesem Tag (78.). Ein Distanzschuss von Salbert sowie zwei Versuche von Weichert nach Pass von Kollrich sowie fulminantem Lattenkracher von Junghanns brachten keine Resultatsverbesserung mehr, so dass es beim 7:2-Erfolg der Engelsdorfer blieb.

Drei Spieltage vor Schluss haben die Klinger-Schützlinge fünf Punkte Vorsprung zum Zweitplatzierten von der Delitzscher Straße. Mit einem Sieg zu Hause hat man nun am kommenden Sonntag die Chance, sich für die unglückliche und bittere 1:3-Hinspielniederlage auf dem engen Kunstrasenplatz zu revanchieren und gleichzeitig den Meistertitel einzufahren! mw

Engelsdorf: Schulz - Junghanns, P. Jacobi, Salbert - Brandwein (46. Kollrich), Seidel, Koenigs, Wießner - Weichert (C) - A. Jacobi, Brandenburger

Tore: 0:1 Weichert (16.), 0:2 Weichert (43.), 0:3 Weichert (44.), 1:3 Sprotte (47.), 1:4 Wießner (51.), 1:5 Brandenburger (56.), 2:5 Sprotte (58.), 2:6 Brandenburger (71.), 2:7 Brandenburger (78.)

Schiedsrichter: Maximilian Richter

Zuschauer: 31

Bilder zur Partie gibt's HIER!

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