Mit einen 3:2-Sieg gegen den SV Eintracht Leipzig-Süd sind die Engelsdorfer nahezu perfekt aus den Startlöchern gekommen. Auf dem (Kunstrasen-) Ausweichplatz der "Hausherren" in Groitzsch entwickelte sich von Beginn an ein temporeiches und umkämpftes Duell, in dem der Aufsteiger verdientermaßen das bessere Ende für sich hatte und somit eine eindrucksvolle Rückkehr ins Leipziger Oberhaus feiern konnte.

Die Lok-Elf setzte die Vorgaben des Trainergespanns sofort in die Tat um und erwischte die Eintracht bereits nach wenigen Minuten eiskalt. Zunächst setzte Seidel einen Rückpass von Koenigs noch drüber, kurz darauf war's jedoch bereits so weit. Durch konsequentes Pressing erzwang Alex Jacobi einen Fehlpass von ELS-Kapitän Böhme, passte im richtigen Moment quer auf Brandenburger, der sich nicht zwei Mal bitten ließ und zur frühen Führung vollendete (3.). Die Gäste machten weiter ordentlich Druck, besonders Koenigs bereitete den Gastgebern immer wieder große Probleme. Einen  Freistoß von Weichert fischte ELS-Keeper Neumann gerade noch mit dem Fingerspitzen aus dem Eck, eine scharfe Eingabe von Koenigs hätte Eintracht-Verteidiger Hildebrandt beinahe ins eigene Netz gewuchtet.

Vom Vizemeister des Vorjahres kam zunächst recht wenig Richtung Lok-Gehäuse. Meist mit langen Bällen agierend, war der aufmerksamen Lok-Defensive um Fleischer, P. Jacobi, Salbert und Buegger nicht beizukommen. Stattdessen legten die Engelsdorfer immer wieder überlegt den Vorwärtsgang ein und belohnten sich so zum zweiten Mal. Einen klasse Pass von P. Jacobi pflückte Kaden herunter, ließ seinen Gegenspieler stehen und zog weiter Richtung Grundlinie. Mit viel Übersicht brachte er Brandenburger in Position, der per Linksschuss ins lange Eck erneut das Netz zappeln ließ (28.). Nur eine Minute später der überraschende Anschlusstreffer: Ibojan nutze einen Ballverlust der Gäste auf der rechten Abwehrseite aus und drosch die Kugel mit Hilfe des Innenpfostens zum 1:2 ins Tor (29.).

Die Klinger/Mißlitz-Elf zeigte sich davon allerdings unbeeindruckt und hätte nach zwei glasklaren Möglichkeiten von Brandenburger (eine davon landete am Aluminium) sowie einer verheißungsvollen Chance von John, der den Ball nicht richtig traf, die Fronten im Grunde bereits zur Pause klären müssen. Da dies nicht gelang, ging es mit einem für ELS schmeichelhaften, knappen Vorsprung der Lok-Mannen in die Kabinen.

Nach Wiederanpfiff zeigte sich die Eintracht deutlich gefährlicher und drängte auf den Ausgleichstreffer. Spielertrainer Göttsches hatte bereits nach wenigen Minuten eine gute Möglichkeit, zielte allerdings zu hoch. In Folge eines weiten Balles aus der eigenen Hälfte und schlechtem Stellungsspiel der Lok-Kicker, verwertete erneut Ibojan die sich bietende Chance und traf diesmal aus dem Gewühl heraus zum 2:2 (55.). Die Begegnung blieb weiterhin rassig, viele Zweikämpfe prägten das Szenario. Der umsichtige Schiedsrichter Thomas Becker nahm jedoch meist rechtzeitig das Feuer aus der Partie, so dass letztlich alles im Rahmen blieb.

ELS-Angreifer Reichstein hatte Mitte der zweiten Hälfte die große Chance das Spiel komplett zu drehen, traf mit seinem Volleykracher allerdings nur das Lattenkreuz. Der Aufsteiger setzte nun endlich wieder selbst mehr Akzente und hatte durch Kaden und Koenigs zwei halbgare Chancen zu verzeichnen. Ein Lucky Punch lag beiderseits in der Luft, zehn Minuten vor Ultimo waren es schließlich die Engelsdorfer, die zum alles entscheidenden Angriff ansetzten. Ein Zuspiel von Buegger Richtung Brandenburger verfehlte zwar sein eigentliches Ziel, wurde jedoch etwas unfreiwillig zur perfekten Vorarbeit für den aufgerückten Seidel. Eintracht-Hüter Neumann musste raus, hatte gegen den gefühlvollen Heber der Nummer 8 aber keine Abwehrchance mehr (80.), der seinerseits direkt unter einer rot-schwarzen Jubeltraube verschwand. Souverän und clever brachten die Lok-Kicker den wertvollen Vorsprung ins Ziel, die ersten drei Punkte der noch jungen Saison waren damit in Sack und Tüten.

Am kommenden Wochenende gilt es diesen verheißungsvollen Auftakt natürlich zu bestätigen. Zum ersten Heimspiel der Saison reist am Samstag die zweite Mannschaft vom SV Lipsia 93 Eutritzsch an, Anpfiff an der Hans-Weigel-Straße ist dann gewohnt 14 Uhr. mw

Engelsdorf: Fleischer - Salbert, P. Jacobi, Buegger - Koenigs, Siedel, John (64. Möchen), Kaden (90.+1 Jama) - Weichert (C) - A. Jacobi, Brandenburger

Tore: 0:1 Brandenburger (3.), 0:2 Brandenburger (28.), 1:2 Ibojan, 2:2 Ibojan (55.), 2:3 Seidel (80.)

Schiedsrichter: Thomas Becker

Assistenten: k.A.

Zuschauer: 35

Bilder zur Partie gibt's HIER!

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