Dank eines knappen aber am Ende verdienten 2:1-Erfolgs sind die Klinger-Mannen mit drei Zählern ins Jahr 2017 gestartet. Fast schon traditionell, tat man sich auch diesmal im ersten Spiel nach der Winterpause etwas schwer, wenngleich die Partie von beiden Seiten definitiv kein Leckerbissen war. Der Platz noch immer etwas vom ewig anhaltenden Winterwetter gezeichnet sowie die erste Partie auf Rasen seit Monaten überhaupt, war auch nicht unbedingt mit einem Kick für Fußballästheten zu rechnen. Unterm Strich zählen jedoch vorrangig die eingesammelten Punkte 46 bis 48, mit denen man auch im 16. Spiel in Folge die „Weiße Weste” erfolgreich sauber halten konnte.

Die Partie begann im Grunde nahezu perfekt für den Tabellenführer. Bereits in der dritten Spielminute schickte Lok-Kapitän Weichert Mitspieler Koenigs über die rechte Außenbahn. Dessen abgeblockter Versuch landete direkt vor den Füßen Brandenburgers, der nicht lange fackelte und aus kurzer Entfernung das 1:0 besorgte (3.). Mit der frühen Führung im Rücken, versuchten die Hausherren Struktur ins eigene Spiel zu bringen. Dies gelang mit viel Ballbesitz zunächst ganz gut, quasi aus dem Nichts bekamen die Gäste allerdings plötzlich die Möglichkeit auszugleichen. Nach einem Eckball ertönte zum Erstaunen aller ein Pfiff und der Unparteiische Bernigau entschied auf Strafstoß. Auf Nachfrage wollte dieser ein Stoßen erkannt haben, konnte jedoch weder Ross noch Reiter benennen. Mehr als schmeichelhaft lag der Ball letztlich auf dem Punkt, Shobaki nutzte die Gunst der Stunde und schickte Schulz in die falsche Ecke (15.).

Die Gäste verschanzten sich tief in der eigenen Hälfte und versuchten vornehmlich mit langen Bällen ihr Glück. Schulz im Kasten samt Defensivreihe Brandwein, P. Jacobi und Salbert hatte seinen Laden jedoch gut im Griff. Vielmehr war es im Vorwärtsgang ein zähes Ringen. Die vielbeinige LSC-Hintermannschaft zeigte sich kompakt und zweikampfstark, so dass die Heimelf Probleme hatte, richtig ins Laufen zu kommen. Mehr als zwei halbgare Möglichkeiten durch Koenigs und Kollrich, bei denen der Gästehüter wenig Mühe hatte, sprangen bis zum Pausenpfiff nicht mehr heraus.

Die zweite Hälfte begann ähnlich wie die erste, auch wenn es diesmal ein paar Minuten länger dauern sollte. Nach Stafette über A. Jacobi und Weichert, gewann Kollrich den direkten Zweikampf mit seinem Gegenspieler und spitzelte das Streitobjekt zum aufgerückten Seidel. Per sehenswerter Direktabnahme versenkte er die Kugel mit links zum umjubelten Führungstreffer im langen Eck (52.). Die Engelsdorfer versuchten sofort nach zu waschen, doch weder Brandenburger noch Koenigs konnten sich in jeweils aussichtsreicher Position belohnen. Die Arnold-Elf wurde etwas aktiver im Vortrag eigener Offensivbemühungen, wirklich zwingend war das Hervorgebrachte allerdings auch nicht. Bei einigen Freistößen aus dem Halbfeld flackerte etwas Gefahr im Engelsdorfer Sechzehner auf, letztlich war jedoch meist Schulz der souveräne Brandmeister. Bis zum Ende der Partie spielte sich das Geschehen meist im Mittelfeld ab. Beide Teams neutralisierten sich weitestgehend und durch zahlreiche Unterbrechungen wurde der Spielfluss immer wieder gestoppt. So verwalteten die Hausherren die kostbare Führung schließlich erfolgreich und freuten sich über drei hart erkämpfte Zähler zum Rückrundenauftakt.

Da am kommenden Wochenende die nächste Runde im Stadtpokal auf dem Plan steht - die Klinger-Elf ist nach dem Ausscheiden in Runde zwei bereits aus dem Rennen - wurde für den Sonntag ein Testspiel vereinbart. Um 14 Uhr gastiert der SV Klinga-Ammelshain an der Hans-Weigel-Straße, bevor eine Woche später die Auswärtshürde VfB Zwenkau II ansteht. mw

Engelsdorf: Schulz - Brandwein, P. Jacobi, Salbert - Koenigs, Seidel, Weichert (C), Kollrich - Apreck - A. Jacobi, Brandenburger (85. Winkler)

Tore: 1:0 Brandenburger (3.), 1:1 Shobaki (15., FE), 2:1 Seidel (52.)

Schiedsrichter: Steven Bernigau

Assistenten: Holger Becker, Yury Mamyshev

Zuschauer: 36

Bilder zur Partie gibt's HIER!

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