Im letzten Auswärtsspiel der Hinrunde und des Jahres 2015 holten die Klinger-Schützlinge erwartungsgemäß drei wichtige Punkte. Bei der zweiten Mannschaft der SG Olympia 1896 Leipzig stand am Ende ein 4:1-Sieg zu Buche, mit dem man sich zunächst an der Tabellenspitze behaupten konnte.

Von Beginn an waren die Rollen klar verteilt. Die Heimelf stand sehr tief, war stets darauf bedacht, Schaden vom eigenen Tor fern zu halten. Die Lok-Elf hatte gefühlte 95%-Ballbesitz, versuchte durch schnelles Kombinationsspiel zum Erfolg zu kommen. Der Führungstreffer ließ so nicht lange auf sich warten. Nach Eingabe von A. Jacobi war Brandenburger schneller am Ball als sein Gegenspieler, versenkte über den Hüter hinweg zum ersten Treffer (7.).  Fünf Minuten später wurden die Gäste nach Ballverlust jedoch mustergültig ausgekontert. Olympia-Angreifer Schmidt wurde auf die Reise geschickt, umkurvte Schulz und schob aus spitzem Winkel zum etwas überraschenden Ausgleichstreffer ein (12.). 

Wenig geschockt, gingen die Engelsdorfer wiederum fünf Minuten später erneut in Führung. Nach Flanke von Brandwein war es Brandenburger zum zweiten, als er diesmal aus Nahdistanz und leicht abgefälscht den alten Abstand wieder herstellte (17.). Weichert versuchte es kurz darauf per Distanzschuss, Olympia-Schlussmann Seyffert konnte die Kugel jedoch noch über den Querbalken lenken. Der agile Kollrich verfehlte zweimal ebenso das Ziel wie Brandwein nach Weichert-Ecke, sein Kopfball strich hauchdünn am Kasten vorbei.

So wurden mit einer knappen Führung die Seiten getauscht. Am Spielgeschehen änderte sich wenig, auch wenn die Hausherren nun phasenweise versuchten, etwas mehr Struktur in ihr Spiel zu bekommen. Nach Eckball von Winkler konnte Seyffert die Kopfballverlängerung von Brandenburger nur kurz nach vorn abwehren, Kollrich stand goldrichtig und schob den Ball ins leere Tor (55.). Fortan verflachte die Partie zusehends, Höhepunkte waren Mangelware. Die Klinger-Mannen versuchten immer wieder die Hintermannschaft der Heimelf auszuspielen, verzettelten sich jedoch nur allzu oft. Konnten sich Kollrich über rechts oder Winkler und Wießner über die linke Seite mal durchsetzen, fehlte es im Sturmzentrum am Abnehmer der Eingaben. Neumeister versuchte sein Glück nach kurz ausgeführtem Freistoß, leider setzte er seinen Schuss etwas zu hoch an.

Die "Olympioniken" kamen zum Ende hin noch zu zwei halbgaren Möglichkeiten, beide Male musste Schulz allerdings nicht eingreifen. Ansonsten stand die Lok-Defensive um Staude und den zweikampfstarken Salbert sehr sicher, schaltete sich zudem immer wieder ins Offensivspiel ein. So war es auch ein Spieler aus der Abwehrkette, der den Schlusspunkt der Partie markieren sollte. Nach Pass von Weichert zog Wießner von halblinks ab und nagelte die Kugel mit seinem ersten Saisontor unhaltbar unter die Latte (88.).

Am kommenden Sonntag empfangen die Engelsdorfer die SG LVB II zum ersten Rückrundenspiel an der Hans-Weigel-Straße. Nach der 0:4-Auftaktpleite im Sommer, gilt es da ganz sicher, etwas gut zu machen. Der Anstoß erfolgt wie immer 14 Uhr. mw

Engelsdorf: Schulz - Salbert, Staude, Brandwein, Wießner - Kollrich, Neumeister, Weichert (C), Winkler (85. Thümmler) - A. Jacobi, Brandenburger (80. Jama)

Tore: 0:1 Brandenburger (7.), 1:1 Schmidt (12.), 1:2 Brandenburger (17.), 1:3 Kollrich (55.), 1:4 Wießner (88.)

Schiedsrichter: Tim Müller

Zuschauer: 30

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