Die Engelsdorfer Lok dampft weiter erfolgreich durch die Stadtliga. Nach einem ungefährdeten 5:0-Heimsieg gegen den Tabellenletzten KSC 1864 Leipzig, schiebt sich der Aufsteiger auf den vierten Rang nach vorn und mischt somit weiterhin fröhlich im vorderen Tabellendrittel mit.

Bei solidem November-Wetter wurden die Hausherren ihrer Favoritenrolle zwar umgehend gerecht, brauchten jedoch eine ganze Weile, um dies auch auf der Anzeigetafel sichtbar zu machen. Die erste Viertelstunde verlief relativ ereignislos. Ein Kopfball von John nach Weichert-Ecke sowie ein Distanzschuss des Kapitäns stellten zunächst die einzig gefährlichen Torannäherungen dar. Die Gäste machten es anfangs recht passabel, nach knapp zwanzig Minuten bröckelte der Abwehrverbund dann allerdings das erste Mal. Nach Ablage von Brandenburger nahm Sturmkollege Alex Jacobi aus "siebzehneinhalb" Metern Maß und donnerte das Streitobjekt humorlos zum 1:0 in den linken Torwinkel (19.).

Mit der Führung im Rücken lief es nun auch deutlich flüssiger im Lok-Team. Souverän und zielsicher kurbelten Apreck, Reiche und Brandwein immer wieder mit an. Den Gästen fiel dagegen recht wenig im Vorwärtsgang ein. Innerhalb von acht Minuten stellten die Engelsdorfer noch vor dem Wechsel die Weichen bereits auf Sieg, der Pausenstand von 4:0 ging so: 31. Minute: Freistoß-Hammer von Seidel nach Foul an Kaden, unhaltbar zischte die Kugel aus rund 18 Metern in den rechten „Giebel”. 34. Minute: Reiche und Kaden im Zusammenspiel über rechts, Brandenburger steht wo er stehen muss und verwandelt aus Nahdistanz zum 3:0. 39. Minute: Seidel in den Lauf von Kaden, der überlegt am KSC-Schlussmann vorbei ins lange Eck schiebt - 4:0. Halbzeit.

Nach dem Seitenwechsel lassen es die Klinger/Mißlitz-Schützlinge deutlich verhaltener angehen. Die Zielstrebigkeit der ersten Hälfte gegen teilweise überforderte Gäste ging etwas verloren. Dies war vielleicht der einzige Kritikpunkt, verpasste man es doch, noch etwas mehr fürs Torverhältnis zu tun. Den Knautkleebergern fehlte es ebenfalls und weiterhin an Ideen, um selbst mal gefährlich zu werden. Eine klare Torchance oder gar ein Anschlusstreffer der Gäste lag zu keiner Zeit in der Luft. Zu konzentriert agierten die Lok-Kicker - trotz durchwachsener zweiter Hälfte - im Defensivverbund, Schlussmann Kittel verlebte einen seiner ruhigeren Tage.

Angriffe über Kaden oder Koenigs versandeten trotz ansehnlicher Kombinationen, auch Brandenburger und Alex Jacobi konnten ihrerseits nichts mehr fürs Torekonto tun. So waren es die Gäste selbst, die in Person von Schölzel den fünften Lok-Treffer „beisteuerten”. Koenigs machte sich über rechts auf und davon, seine scharfe Eingabe konnte der KSC-Abwehrmann nur noch ins eigene Gehäuse lenken (73.). Pünktlich pfiff der umsichtige Referee Martin die faire Begegnung ab, in der die Lok-Kicker zwar kaum glänzen, ihre aktuell gute Form mit dem dritten Liga-Dreier in Folge jedoch allemal eindrucksvoll bestätigen konnten.

Da sich die Engelsdorfer mit der Rolle des Favoriten zuletzt ziemlich gut arrangieren konnten, soll bereits am Mittwoch dieselbe Konstellation erneut zum Erfolg führen. Am Buß- und Bettag ist man beim SV Mölkau 04 gefordert und wird dort erneut alles in die Waagschale werfen müssen, um ins Pokal-Viertelfinale vorzustoßen. Anpfiff beim Nachbarschafts-Pokalderby an der Sommerfelder Straße ist am Mittwoch bereits 13:30 Uhr! mw

Engelsdorf: Kittel - Reiche, Apreck, Brandwein (46. Thümmler) - Koenigs, Seidel (72. Jama), John, Kaden (65. Möchen) - Weichert (C) - A. Jacobi, Brandenburger

Tore: 1:0 A. Jacobi (19.), 2:0 Seidel (31.), 3:0 Brandenburger (34.), 4:0 Kaden (39.), 5:0 Schölzel (73., ET)

Schiedsrichter: Stefan Martin

Assistenten: Roberto Kott, Martin Heiland

Zuschauer: 35

Bilder zur Partie gibt's HIER!

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