Im vierten Anlauf hat's dann endlich geklappt: Mit der Austragung des Nachholspiels Lok Engelsdorf gegen Eintracht Holzhausen konnte endlich ein Strich unter Spieltag Nummer 12 gezogen werden. Nach dem ungefährdeten 3:0-Heimsieg der Lok-Elf sind nun alle Mannschaften mit 25 Partien gleich auf und das ewig verzerrte Tabellenbild ist damit ebenfalls vollends aussagekräftig.

Die Begegnung des neuen Stadtklasse-Meisters gegen den abstiegsbedrohten Gast begann recht zäh. Zu wenig Tempo und Bewegung im Spiel der Hausherren sowie eine zunächst stabile Defensivleistung der Eintracht ließen nur wenig ansehnliche Fußballkost zu. Torraumszenen blieben in den ersten rund 25 Minuten fast ausnahmslos Mangelware. Einzig bei gelegentlichen Standardsituation segelte der Ball mal durch die Sechzehnmeterräume, wirkliche Torgefahr kam dabei weder hüben noch drüben auf. Nach rund einer halben Stunde wurde es seitens des Favoriten etwas besser. Nach Angriff über rechts und Eingabe von Alex Jacobi fand sich im Sturmzentrum allerdings kein Abnehmer. Kurz darauf hatte Weichert nach Flanke von Kollrich die Führung auf dem Schlappen, seine kernige Direktabnahme krachte allerdings nur an den Querbalken. Die Gäste versuchten die Partie im Rahmen ihrer Möglichkeiten durchaus offen zu gestalten. P. Jacobi hatte seinen Laden samt der Kollegen Reiche, Kaden und des aufmerksamen Fleischers im Tor jedoch weitestgehend im Griff, so dass es letztlich torlos in die Pause ging.

Direkt nach Wiederbeginn bot sich Kollrich in aussichtsreicher Position eine gute Möglichkeit, sein Versuch klatschte jedoch nur an den Außenpfosten. Deutlich zielstrebiger machten die Hausherren nun Druck Richtung Eintracht-Tor und belohnten sich so folgerichtig mit dem Führungstreffer. Koenigs tankte sich über rechts durch und brachte die Kugel gefährlich nach innen. Brandenburger stand goldrichtig und staubte aus kurzer Entfernung ab (51.) - der 19. Saisontreffer des Angreifers. Nach ähnlichem Strickmuster kombinierte sich die Klinger-Elf immer wieder in die Gefahrenzone, allein der finale Pass kam zu selten beim Adressaten an. Nach Solo von Koenigs entschärfte Eintracht-Keeper Erhard -  ebenso wie bei einem Brandenburger-Kopfball - großartig und hielt seine Mannschaft damit zunächst noch im Rennen. Fast ausnahmslos mit weiten Bällen Richtung Sturmspitze Ahner, versuchten die 93er im Vorwärtsgang ihr Glück. Wirklich Zwingendes brachten jedoch weder der emsige Angreifer noch seine Nebenleute zu Stande. Einzig bei einem Pfostentreffer von Reich wurde es mal brenzlig, der Ball kullerte vom Aluminium abprallend allerdings ins Toraus

Für die Vorentscheidung konnten die Hausherren dann Mitte der zweiten Hälfte sorgen. Kollrich behielt auf links diesmal die Übersicht und legte flach auf Alex Jacobi zurück. Aus rund 14 Metern nahm sich die zweite Engelsdorfer Sturmspitze ein Herz und drosch den Ball per 13. Saisontor flach ins Eck (69.). Seidel scheiterte mit einem Distanzschuss ebenso wie Weichert, dessen Treffer nach Vorarbeit von P. Jacobi wegen angeblicher Abseitsstellung nicht gegeben wurde. Kurz vorm Ende des Spiels sorgte eine erneute Co-Produktion der beiden Routiniers dann allerdings doch noch für den Schlusspunkt einer durchweg fairen Partie. Nach öffnendem Pass vom Lok-Kapitän auf Koenigs, scheiterte dieser zunächst mit seinem Heber. Da die Eintrachtler das Streitobjekt nicht aus der Gefahrenzone befördern konnten, landete es über Umwege beim älteren der Jacobi-Brüder. Überlegt schob dieser weiter zu Weichert, der unten links zum 15. Mal in dieser Saison einlochen konnte (89.).

Ein Wiedersehen der beiden Truppen gibt es bereits in anderthalb Wochen, wenn die Engelsdorfer zum Rückspiel am 21. Mai in Holzhausen aufschlagen werden. Zuvor gibt es für den Meister am kommenden Samstag, 14 Uhr,  allerdings noch die Heimaufgabe gegen den TSV 1893 Leipzig-Wahren zu lösen. mw

Engelsdorf: Fleischer - Kaden, P. Jacobi, Reiche - Koenigs, Seidel (76. Salbert), Apreck, Kollrich - Weichert (C) - A. Jacobi, Brandenburger

Tore: 1:0 Brandenburger (51.), 2:0 A. Jacobi (69.), 3:0 Weichert (89.)

Schiedsrichter: Holger Becker

Assistenten: René Jacobi, René Thomas

Zuschauer: 25

Bilder zum Spiel gibt's HIER!

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