Auch im letzten Testspiel vorm Rückrundenstart waren die Lok-Mannen nochmal erfolgreich. Mit dem 5:3-Auswärtssieg beim SV Tresenwald Machern bestätigte der Stadtklasse-Tabellenführer seine ansteigende Form und scheint damit gut gerüstet für die bevorstehenden Aufgaben im Ligabetrieb zu sein.

Die Partie auf dem Kunstrasenplatz im Tresenwalder Sportpark begann recht flott. Erwartungsgemäß kamen die Hausherren in den Anfangsminuten etwas besser mit dem Untergrund zurecht, was sich nach 18 Minuten auch im Ergebnis nieder schlug. Nach einem Konter landete der Ball im Sechzehner vor den Füßen von SVT-Angreifer Mikusch, per Direktabnahme erzielte dieser die Führung für die Teichmann-Elf (18.). Die Gäste zeigten sich jedoch alles andere als geschockt, quasi im direkten Gegenzug konnte der Rückstand sofort egalisiert werden. Nach Zuspiel von P. Jacobi ins Mittelfeld zu Koenigs, leitete dieser geschickt auf Brandenburger weiter, der allein vor Fritzsch die Nerven behielt und flach einschob (19.).

Der Ball lief nun sehenswert durch die Reihen der Engelsdorfer, die das Spielgeschehen mehr und mehr an sich rissen und die Heimelf in den folgenden 15 Minuten quasi überrannten. Nach einer Freistoßvariante von Weichert und Seidel, konnte Brandenburger gar nicht anders, als aus einem Meter zur Führung zu vollenden (29.). Kurz darauf war es Seidel selbst, der nach Vorarbeit von Weichert und Kollrich einen Gegenspieler düpierte und sehenswert ins lange Eck vollstreckte (33.). Nur eine Minute später gar der vierte Lok-Treffer. Diesmal schüttelte Apreck nach Doppelpass zwischen Seidel und Weichert seinen Widersacher ab und stellte mit überlegtem Abschluss ebenfalls seine Vollstrecker-Qualitäten unter Beweis (34.). Die Tresenwalder versuchten es meist mit langen Bällen, welche die Defensivreihe der Engelsdorfer bis zum Pausenpfiff jedoch vor keinerlei Probleme mehr stellte.

Mit einer 4:1-Führung im Rücken und einigen Wechseln begann die zweite Hälfte nicht ganz so rasant wie die erste. Für Brandenburger besetzte nun Staude neben Apreck die Sturmreihe, Karwatzky rückte ins Zentrum und Kaden ersetzte Salbert im Abwehrverbund. Der Winterneuzugang zeigte auch auf dieser Position, dass das Trainerteam durch seine Verpflichtung in der Rückrunde die ein oder andere Option mehr haben wird. Das Geschehen spielte sich fortan meist im Mittelfeld ab, beide Teams neutralisierten sich größtenteils und Torchancen blieben auf beiden Seiten Mangelware.

Beim etwas überraschenden Anschlusstreffer durch Seltmann (75.) ging ein berechtigter Elfmeterpfiff vom Unparteiischen nach Foul von Kollrich im Strafraum voraus, Schulz blieb ohne Abwehrchance. Vier Minuten später dann sogar das 3:4, als Pfüller ein Missverständnis nutzte, Schulz umkurvte und ins verwaiste Tor traf (79.). Der Tresenwalder Angreifer verpasste kurz drauf den möglichen Ausgleichstreffer, als der Ball aus Nahdistanz nur das Außennetz touchierte.

Die letzten Minuten gehörten dann allerdings wieder der Klinger-Elf. Zunächst parierte Neugebauer im SVT-Kasten einen Kopfball von P. Jacobi nach Koenigs-Ecke reaktionsschnell, den Abpraller konnte die Heimelf mit vereinten Kräften aus der Gefahrenzone befördern. Wenig später bediente Weichert den startenden Seidel, der den Ball sehenswert im Sechzehner verarbeitete und kurz vorm Abschluss von den Beinen geholt wurde. Der Lok-Kapitän legte sich die Kugel zurecht und schickte Neugebauer zum Endstand in die falsche Ecke (83.).Da einige halbgare Möglichkeiten bis zum Ende nichts Zählbares mehr brachten, blieb es letztlich beim verdienten 5:3-Auswärtserfolg der Engelsdorfer.

Bleibt abzuwarten, ob der geplante Start am nächsten Wochenende gegen Holzhausen tatsächlich über die Bühne gehen kann. Die Mannschaft jedenfalls scheint nach einer intensiven und durchaus positiven Vorbereitungszeit gewappnet, nun müssen nur noch das Wetter bzw. die Platzverhältnisse mitspielen! mw

Engelsdorf: Schulz - Thümmler, P. Jacobi, Salbert (46. Karwatzky) - Kaden, Seidel, Koenigs, Kollrich - Weichert (C) - Apreck (76. Brandenburger), Brandenburger (46. Staude)

Tore: 1:0 Mikusch (18.), 1:1 Brandenburger (19.), 1:2 Brandenburger (29.), 1:3 Seidel (33.), 1:4 Apreck (34.), 2:4 Seltmann (75. FE), 3:4 Pfüller (79.), 3:5 Weichert (83., FE)

Schiedsrichter: Patrick Weidlich

Assistenten: Tilo Schneider, Harald Langhammer

Zuschauer: o.A.

Bilder zur Partie gibt's HIER!

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