Mit einer 0:2-Niederlage sind die Engelsdorfer am vergangenen Samstag aus dem Leipziger Stadtpokal ausgeschieden. Auf Grund einer schwachen, kollektiven Leistung gegen den SV Eintracht Leipzig-Süd, musste der Vorjahresfinalist somit bereits in der ersten Runde die Segel streichen.

Vom Anpfiff weg war an diesem Tag irgendwie der Wurm drin. Bereits nach wenigen Minuten hatten die Gäste zwei glasklare Möglichkeiten zur Führung, begünstigt durch einfache Fehler sowie schlechtes Stellungsspiel der Lok-Mannen. Dass diese ungenutzt blieben war glücklich, umso erstaunlicher, dass man Mitte der ersten Hälfte gar selbst in Führung hätte gehen müssen. Nach Querpass von Brandenburger stand Brandwein plötzlich frei vor dem bereits geschlagenen Eintracht-Keeper, konnte sich quasi die Ecke aussuchen. Symptomatisch für diesen Tag, semmelte er die Kugel gegen den Pfosten. Oft zu behäbig und ohne Dynamik agierte man im Vorwärtsgang, konnte so die lauernden Gäste nur selten vor Probleme stellen. Wurde mal schnell und direkt gespielt, ergaben sich auch Möglichkeiten. Ein Versuch von Brandenburger aus der Drehung sowie ein unsanft gestoppter Alleingang von A. Jacobi - der seltsamerweise ungeahndet blieb - ließen zumindest einen Hauch von Torgefahr aufkommen. Letztlich ging es aber torlos in die Pause.

Nach dem Wechsel lief es deutlich besser Richtung Eintracht-Tor, allein die mangelnde Chancenverwertung ließ dem Trainerteam sprichwörtlich die Haare zu Berge stehen. Zunächst scheiterte Brandenburger nach Pass von Apreck allein vor Schlussmann Taubert, Schmager machte es nach weitem Ball von Weichert - ebenfalls im Eins-gegen-Eins - leider nicht besser. Ein berechtigter Platzverweis für die Gäste (gelb-rote Karte nach wiederholtem Foulspiel) gut 25 Minuten vor Ende hätte eigentlich, so dachte man, den Klinger-Mannen zusätzlich in die Karten spielen sollen. Doch leider kam es so, wie schon tausende Male vorher in unzähligen Fußballspielen passiert: die dezimierte Truppe kämpfte aufopferungsvoll und nach Ballverlust der Engelsdorfer konnte Leiding - allein auf Schulz zulaufend - den umjubelten Führungstreffer markieren (69.). Mit dem Mute der Verzweiflung versuchten die Engelsdorfer doch noch einen Treffer zu erzwingen, leider fand man an diesem Tag nicht die geeigneten Mittel dazu. Ein indirekter Freistoß im Strafraum war noch die gefährlichste Szene in den letzten Minuten, auch dieser Versuch von Junghanns konnte jedoch  von den Gästen mit vereinten Kräften abgewehrt werden. Einen erneuten Konter konnten die Kuklok-Mannen fünf Minuten vor Ende sogar noch zum zweiten Treffer nutzen, wiederum war Leiding zur Stelle (85.).  Zu allem Überfluss verletzte sich der eingewechselte und gerade erst genesene Winkler kurz vor Abpfiff schon wieder. Nach Eckball wurde er klar von einem Eintracht-Fuß im Gesicht getroffen, musste mit aufgeplatzter Lippe ins Krankenhaus gebracht werden. Ganz sicher keine Absicht des Gegenspielers, jedoch ertönte der fällige Elfmeterpfiff zum Unverständnis der Heimelf nicht.

Wäre das Spiel noch Stunden weiter gelaufen, hatte es wahrscheinlich trotzdem keinen Engelsdorfer Treffer gesehen. So bitter es ist, solche Tage gibt es leider hin und wieder, nun gilt es die Partie schnell abzuhaken und nach vorn zu blicken! Bevor die Lok-Elf am 27. August in die Stadtklasse-Saison startet, steht am kommenden Samstag die zweite Runde im anderen Pokalwettbewerb, dem Sachsenpokal, an. Um 15 Uhr empfängt man dazu keinen geringeren als den aktuellen Tabellenführer der Landesklasse Nord, den SV Liebertwolkwitz, an der Hans-Weigel-Straße! mw

Engelsdorf: Schulz - Junghanns, Reiche, Apreck - Brandwein, Karwatzky (85. Salbert), Koenigs, Schmager (70. Winkler) - Weichert (C) - A. Jacobi, Brandenburger

Tore: 0:1 Leiding (69.), 0:2 Leiding (85.)

Schiedsrichter: k.A.

Assistenten: k.A.

Zuschauer: 50

Bilder zur Partie gibt's HIER !

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